Wie ist das mit ...?

 

...dem Wetter?

Im Natur- und Waldkindergarten ist man bei jedem Wetter im Freien. Für extreme Regenphasen und gefährliche Witterungsbedingungen wie Hagel und Gewitter stehen jedoch das Tipi und der Bauwagen als Notunterkunft zur Verfügung.

  

...der Gesundheit?

Durch das tägliche Erleben der Jahreszeiten passt sich der Organismus den Witterungsbedingungen an und wird weniger anfällig gegenüber Hitze, Kälte, Wind und Nässe. Das Immunsystem wird gestärkt, die Abwehr von Krankheiten aus eigener Kraft wird gefördert. Die Ansteckungsgefahr ist geringer als in geschlossenen Räumen, weil frische Luft keimärmer ist. Insbesondere bereits vorhandene Atemwegserkrankungen werden gemildert oder können sogar ausheilen.
Bei Zecken, Giftpflanzen oder Ozon ist die Vorbeugung das beste Mittel zur „Verteidigung“. Das Wichtigste sind hier die Wahl der Kleidung und gut informierte Eltern und Kinder. Bei „größeren“ Zwischenfällen können die Erzieher schnell mit dem Notfallhandy Hilfe anfordern.

 

...der Sicherheit?

Zur Sicherheit der Kinder gilt, dass an den vereinbarten Punkten unbedingt gewartet wird, damit sich die Gruppe wieder sammeln kann. Die Kinder dürfen darüber hinaus nicht außer Hör- und Rufweite gehen. Führt der Weg über befahrene Feldwege oder Straßen, wird außerdem darauf geachtet, dass die Kinder sich richtig verhalten.

 

...der Hygiene?

Aus hygienischen Gründen wird außer dem mitgebrachten Vesper im Wald nichts gegessen, weder Pilze noch Himbeeren! Selbstverständlich werden Kräuter und Früchte gesammelt, um sie dann zum Beispiel zu Bärlauchpesto, Löwenzahnhonig oder Marmelade weiterzuverarbeiten. Vor dem Vesper werden die Hände mit Lava-Erde und mitgeführtem Wasser gewaschen.

 

...der Ausrüstung?

Jedes Kind benötigt einen wetterfesten kleinen Rucksack, der bequem zu tragen ist und in den folgende Dinge hineinpassen: eine kleine Isomatte, die beim Frühstück als Sitzunterlage dient, eine Frühstücksdose und eine Trinkflasche (oder Thermosflasche). Besonders wichtig ist witterungsbeständige Kleidung, die auch gröbstem Dreck standhält. Feste Schuhe sind jeden Tag erforderlich; bei Regen und Matschwetter Gummistiefel, Buddelhose und eventuell Buddelhandschuhe. Im Sommer sind dünne, lange Hosen und langärmelige T-Shirts ratsam, da es im Wald kühler ist als in der Sonne und außerdem ein gewisser Schutz vor Zecken und Stechmücken gegeben ist. Eine Kopfbedeckung ist ebenso erforderlich. Im Winter hat sich der sogenannte Zwiebellook bewährt, das heißt mehrere Schichten Kleidung übereinander.